Antragscenter

Grundsicherungsgeld

Bürgergeld und Vermögen — wie viel darf man haben?

Vermögen bleibt bis zu einem Freibetrag je Person in der Bedarfsgemeinschaft unberücksichtigt; er ist nach dem Lebensalter gestaffelt (§ 12 Absatz 2 SGB II). Die Beträge stehen auf der Seite zum Grundsicherungsgeld.

Nicht mitgezählt werden angemessener Hausrat, ein angemessenes Kraftfahrzeug je erwerbsfähige Person und Vermögen, das für die Altersvorsorge bestimmt ist.

Diese Staffel gilt seit dem 1. Juli 2026. Für Bewilligungszeiträume, die davor begonnen haben, gilt bis zu ihrem Ende noch die frühere Fassung (§ 65a Absatz 1 SGB II).

Grundsicherungsgeld mit der Anlage VM ausfüllen

Was auf der Anlage VM steht

Die Anlage VM gilt dem Vermögen des ganzen Haushalts und wird einmal ausgefüllt. Sie fragt nach Bargeld, Konten, Sparguthaben, Wertpapieren, Bausparverträgen, Altersvorsorge, Versicherungen mit Rückkaufswert, Immobilien und Fahrzeugen — jede Zeile mit der Angabe, wem der Posten gehört.

Das selbstgenutzte Wohneigentum

Während der Karenzzeit für die Unterkunft bleibt ein selbstgenutztes Haus oder eine selbstgenutzte Eigentumswohnung außer Betracht. So steht es in § 12 Absatz 1 Satz 3 SGB II, der auf § 22 Absatz 1 Satz 2 SGB II verweist. Danach kommt es auf die Angemessenheit an.

Warum die Kontoauszüge verlangt werden

Das Vermögen wird aus den Kontoauszügen der letzten drei Monate nachvollzogen — von allen Konten aller Personen im Haushalt, lückenlos. Bei den Ausgaben dürfen einzelne Angaben geschwärzt werden, bei den Einnahmen nicht.

Was das Jobcenter entscheidet

Ob ein Fahrzeug oder eine Wohnung angemessen ist und ob ein Posten als verwertbar gilt, entscheidet das Jobcenter im Einzelfall. Der Vordruck sammelt die Angaben; die Bewertung steht nicht darin und nicht hier.

Der Freibetrag gilt je Person

Gezählt wird nicht der Haushalt als Ganzes, sondern jede Person in der Bedarfsgemeinschaft für sich — mit dem Freibetrag, der zu ihrem Lebensalter gehört. In einem Haushalt mit mehreren Personen addieren sich die Freibeträge deshalb. Die Anlage VM fragt bei jeder Zeile danach, wem der Posten gehört; genau daran hängt die Zuordnung.

Schenkungen und Übertragungen

Die Anlage VM fragt auch nach Schenkungen der letzten Jahre. Gemeint ist, ob jemand aus dem Haushalt etwas verschenkt oder übertragen hat — eine Immobilie, ein Fahrzeug, Geld. Gemeint sind größere Zuwendungen, nicht die üblichen Geschenke. Wer eine solche Angabe macht, nennt den Gegenstand kurz und seinen damaligen Wert. Ob daraus etwas folgt, prüft das Jobcenter; die Anlage fragt nur den Vorgang ab.

Was das kostet

Ein Preis für den ganzen Satz — gleich, wie viele Menschen in Ihrem Haushalt wohnen und wie viele Blätter dabei entstehen. Die Beispielrechnungen stehen auf der Seite zu Grundsicherungsgeld.